Veranstaltungen

Kultur lebt von Begegnungen – hier finden Sie Informationen zu den 
kulturpolitischen Veranstaltungen der FDP-Landtagsfraktion.

Kulturfrühstück in Mettmann

am 28. Juni 2026

Die Bedeutung des Liedes als Kulturgut stand im Mittelpunkt des Kulturfrühstücks der FDP-Landtagsfraktion in Mettmann. Singen schafft Gemeinschaft, stärkt die Persönlichkeitsentwicklung und leistet einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Getreu dem Motto „Singe, wem Gesang gegeben“ konnte das Publikum seine Sangeskünste gleich vor Ort unter Beweis stellen.
 
Yvonne Gebauer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, diskutierte in der Kulturvilla mit Regina van Dinther, Präsidentin des ChorVerbands NRW, Manfred Hill, Ehrenvorsitzender Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V., und Željo Davutović, dem künstlerischen Leiter der Akademie für Gesang NRW e.V.
 
„Junge Menschen müssen an die Musik herangeführt werden", appellierte Yvonne Gebauer. Diesen Gedanken griff Manfred Hill, Erfinder der SingPause Düsseldorf, auf und betonte, dass musikalische Bildung möglichst niedrigschwellig und frühzeitig beginnen müsse, nämlich in der Grundschule.
 
Regina van Dinther hob die soziale Funktion von Liedern hervor und erläuterte, dass Musik Kopf und Herz öffne. Oder anders ausgedrückt: „Musik hilft, unfreundlichen Entwicklungen in der Gesellschaft entgegenzuwirken.“
 
Željo Davutović berichtete, dass das Interesse junger Menschen an professioneller Musik im vergangenen Jahrzehnt insgesamt abgenommen habe. Andererseits zeigten Großveranstaltungen wie das BVB-Weihnachtssingen im Fußballstadion von Borussia Dortmund, dass die Faszination für das gemeinsame Singen von Liedern ungebrochen hoch sei.
 
Im weiteren Gesprächsverlauf wurde die Bedeutung der Laienkultur und des Ehrenamts hervorgehoben, insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels bei Musiklehrkräften. Obwohl sie wertvolle und niedrigschwellige Angebote schaffen, wird ihre Arbeit vielerorts durch Bürokratie und unsichere Förderperspektiven erschwert. Um dauerhaft erfolgreich zu sein, benötigen sie mehr qualifizierte Fachkräfte und verlässliche Rahmenbedingungen – ein Auftrag an die Politik also. 
 
In der anschließenden offenen Diskussion wurde deutlich: Damit das Lied als Kulturgut lebendig bleibt, auch in Zeiten von Musikstreaming, braucht es starke ehrenamtliche Strukturen, gute musikalische Bildung und eine Kulturpolitik, die kulturelle Teilhabe fördert und Hürden in der Umsetzung abbaut.

Vernissage „MUT als STÄRKE für die innere und äußere FREIHEIT" 
vom 5. Mai 2026

Am 5. Mai 2026 lud die FDP-Landtagsfraktion NRW zur Vernissage „MUT als STÄRKE für die innere und äußere FREIHEIT" nach Düsseldorf ein. In der Ausstellung sind Werke der Künstlerin Elena Büchel zu sehen, die in drei Themenfelder gegliedert sind: Chaos und Kampf, Energie und Mut sowie Ruhe, innere Ordnung und Frieden.

Die Affinität zur Kunst wurde der aus der Ukraine stammenden Künstlerin förmlich in die Wiege gelegt. Ihr Vater war selbst ein begnadeter Künstler und Grafiker, der mit den autoritären Machtstrukturen in der damaligen Sowjetrepublik zu kämpfen hatte und zwischenzeitlich sogar verhaftet wurde. Diese Erfahrung hat Elena Büchel tief geprägt, allen voran ihr Verständnis von Freiheit und Mut.


Reinhard Lättgen, Vorsitzender des Kunstvereins Rhein-Sieg, stellte ihre künstlerische Arbeit vor und beschrieb die ausgestellten Werke als „Erscheinungsbilder des Inneren", die Vorstellungskraft des Menschen anregen sollen.


Nadiia Khmeliuk vom Verein Blau-Gelbes Kreuz Köln skizzierte in einem bewegenden Impulsvortrag den Kriegsalltag ukrainischer Frauen und appellierte an das Publikum, die Ukraine im Kampf um die gemeinsame Freiheit weiter zu unterstützen.


Yvonne Gebauer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, erinnerte in ihrem Beitrag daran, dass mutige Frauen wie Hildegard Hamm-Brücher, Lieselotte Funcke und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eng mit der Geschichte der Freien Demokraten verbunden sind. Dass sie es einige Jahrzehnte früher noch deutlich schwerer gehabt hätten, in der Politik Fuß zu fassen, veranschaulichte sie mit dem Verweis auf den Dokumentarfilm Die Unbeugsamen (Teil 1) von Torsten Körner. Dieser zeigt eindrücklich, dass weibliche Abgeordnete in der Zeit der jungen Bonner Republik gegen erhebliche Vorurteile ihrer männlichen Kollegen ankämpfen mussten – und dafür Mut brauchten. 

   

Wer sich die Ausstellung im Landtag ansehen möchte, hat dazu noch bis zum 30. Juni 2026 Gelegenheit. Hierfür genügt eine E-Mail an [email protected].

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Sehen Sie die Vernissage hier als filmischen Beitrag von Georg Divossen (TALKING ART). 

Kulturfrühstück in Krefeld

am 15. März 2026

Die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum stand im Mittelpunkt des Kulturfrühstücks der FDP-Landtagsfraktion NRW in Krefeld.

Ihre besondere Wirkung entsteht durch die Verbindung von Kultur mit Landschaft und Natur. Sie erreicht Menschen niedrigschwellig und oftmals jenseits klassischer Kulturorte. Darüber diskutierte Yvonne Gebauer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW, mit Christian Koch, Leiter des Skulpturenparks Waldfrieden, Dr. Katharine Leiska, Kulturbeauftragte der Stadt Krefeld, und Bildhauer Wilhelm Mundt.

Dabei wurde deutlich, dass Kunst im öffentlichen Raum ein breites Wirkungsspektrum haben kann. Projekte können Publikumsmagneten sein, zugleich aber auch Diskussionen anstoßen oder neue Perspektiven eröffnen. Gerade diese Verbindung macht Kultur in der Natur zu einem wichtigen Impulsgeber für kulturelle Bildung und gesellschaftlichen Austausch. „Kunstwerke im Außenbereich dienen vielerorts als außerschulische Lernorte, an denen kulturelle Bildung für Jung und Alt vermittelt wird und sich alle Sinne spielerisch schulen lassen“, betonte Yvonne Gebauer. 

Der Bildhauer Wilhelm Mundt gab interessante Einblicke in seine Arbeit und hielt mit Blick auf einzuhaltende Vorgaben fest, dass die Skulpturenplanung für den öffentlichen Raum den künstlerischen Prozess beeinflusse. Diskutiert wurde ferner, inwiefern Kunst im Außenraum Städte im Transformationsprozess unterstützen kann. Im Zusammenspiel von Politik, Kommunen und Eigentümern können neue Räume für Kunst entstehen, die öffentliche Orte beleben und kulturelle Angebote sichtbarer machen.

Die Runde stimmte darin überein, dass sich Nordrhein-Westfalen glücklich schätzen kann, über zahlreiche Kunstorte unter freiem Himmel wie den Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal oder den Skulpturenpark in Köln zu verfügen. Sie zeigen, welches Potenzial Kultur in der Natur für Menschen, Städte und kulturelle Bildung entfalten kann.

Vernissage "Die Kraft der Worte" 
vom 13. Januar 2026

Am 13. Januar 2026 lud die FDP-Landtagsfraktion NRW zur Eröffnung der Ausstellung „Die Kraft der Worte" nach Düsseldorf ein. Für das Kunstprojekt REFLEXIONEN hat der aus Ostwestfalen stammende Künstler Akim Kuro zwölf Schlagworte zusammengetragen und Menschen gebeten, dazu ihre persönlichen Gedanken oder Assoziationen aufzuschreiben – über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich beteiligt. Herausgekommen ist ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk, das die Verbindung von Wort, Emotion und Interpretation sichtbar werden lässt. 

 

Yvonne Gebauer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, schlug in ihrer Eröffnungsrede den Bogen zur Wirkmacht von Worten, indem sie auf das „Sondervermögen" als frisch gekürtes „Unwort des Jahres" einging und veranschaulichte, wie ein einziger Begriff unsere Gedanken beeinflusst und nicht selten in die Irre führt. Sie hob die Bedeutung von Bibliotheken als wichtige Lern- und Begegnungsorte hervor und rief in Erinnerung, dass es die Freien Demokraten waren, die in der Regierungszeit mit der CDU erste Sonntagsöffnungen von Bibliotheken ermöglicht hatten. 
 
 Gebauer erinnerte zudem an die umstrittenen Warnhinweise der Stadtbücherei Münster, die vermeintlich demokratiegefährdende Werke gekennzeichnet hatten, nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts aber wieder entfernt werden mussten. Von diesem Urteil „ging ein starkes Signal für die Meinungsfreiheit und gegen staatlich gelenkte Meinungsvorgaben aus." 

 

Antje Deistler stellte als Leiterin des Literaturbüros Ruhr ihre Arbeit vor und sprach sich für mehr öffentliche Anerkennung für die gesellschaftliche Bedeutung der Literatur aus. Lesen leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen und sollte deshalb angemessen unterstützt werden. 

 

Akim Kuro ordnete die Entstehungsgeschichte seines Kunstprojekts während der Corona-Pandemie ein und erklärte die Hintergründe der dafür verwendeten Begriffe wie „Irrgarten", „Erdbeerzeit" oder „Erinnerungslücken". Der Künstler suchte im weiteren Verlauf des Abends immer wieder den Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern, die staunend, nachdenklich, belustigt oder ergriffen vor den niedergeschriebenen oder aufgezeichneten Gedanken standen.      

 

Wer sich die Ausstellung im Landtag ansehen möchte, hat dazu noch bis zum 26. Februar 2026 Gelegenheit. Hierfür genügt eine E-Mail an [email protected]

Kulturfrühstück im Kloster Dalheim

am 23. November 2025

Beim Kulturfrühstück der FDP-Landtagsfraktion NRW im Kloster Dalheim stand die Frage im Mittelpunkt, wie technische Entwicklungen Kultur verändern und bereichern.

Besonders deutlich wurde dies in der Diskussion am Beispiel Graffiti: für einige Vandalismus, für andere eine prägende Kunstform des 21. Jahrhunderts. Dabei muss auch betont werden, dass es ohne Technikinnovationen wie die Sprühdose kein Graffiti gäbe. Viele Impulse kommen aus der Kreativwirtschaft. Projekte wie BLAU - entstanden in ehemaligen britischen Kasernen - verdeutlichten, wie eng Kunst, Stadtentwicklung und Innovation zusammenhängen. Neue Technologien, von 3D bis KI, eröffnen Künstlerinnen und Künstlern zusätzliche kreative Möglichkeiten.

Ob Kultur- oder Bildungseinrichtung, ob Kreativwirtschaft oder Stadt- und Landesarchive, ob Gestaltung öffentlicher Plätze durch Kunst oder das Bewahren altertümlicher Schätze: Alles braucht Technik, braucht technische Innovation, braucht den Mut zur Veränderung. Ohne diese Eigenschaften führt Gestalten zu Stillstand, zu Rückschritt.

Das Fazit des Frühstücks: Kultur und Technik sind keine Gegensätze, sondern müssen gemeinsam gedacht werden. Wenn das geschieht, schaffen sie neue kreative Möglichkeiten, die bestenfalls auch wirtschaftliche Impulse setzen können. Das galt schon in der Vergangenheit, das gilt für das Heute und selbstverständlich auch für die Zukunft. Ein besonderer Dank gilt dem LWL, in Person von Arne Hermann Stopsack, unseren Podiumsgästen Dr. Dominik Nösner und Sven Niemann und natürlich unserem Moderator Dr. Michael Köhler.

Vernissage "BORN IN KOREA. Made in NRW."
vom 2. September 2025

Am 2. September 2025 lud die FDP-Landtagsfraktion NRW zur Eröffnung der Ausstellung „BORN IN KOREA. Made in NRW." nach Düsseldorf ein. Gezeigt wurden Werke koreanischer Künstlerinnen und Künstler, die seit vielen Jahren in Nordrhein-Westfalen leben.

Yvonne Gebauer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, begrüßte die Kuratorin Dr. Ulrike Lehmann und den Honorarkonsul der Republik Korea in Düsseldorf, Rainer Matheisen. Dass mit Jaehoon Min auch der Leiter der Botschaft der Republik Korea in Bonn unter den Gästen war, verdeutlicht, dass der Abend auch unter dem Stern der Völkerverständigung und des interkulturellen Austauschs stand.


Während Yvonne Gebauer einleitend von einer freundlichen Begegnung mit einer Delegation aus dem südkoreanischen Jinju berichtete, beleuchtete Rainer Matheisen die Schattenseite des geteilten Landes und gab Einblicke in die schwierige Menschenrechtslage im nördlichen Teil der Halbinsel.


Frau Dr. Lehmann griff die gegensätzlichen Emotionen bei der Künstlervorstellung auf und erläuterte, dass die Werke von Licht und Dunkel sowie von Verletzlichkeit und Widerstandskraft erzählen.


Wer sich die Exponate im Landtag ansehen möchte, kann dies noch bis zum 30. Oktober 2025 tun. Hierfür genügt eine E-Mail an [email protected]

  

 

Kulturfrühstück in Opherdicke am 6. Juli 2025

Die Veranstaltung stand unter dem prägnanten Titel „Das Potential von Kunst und Kultur als Standortfaktoren“ und wurde von Dr. Michael Köhler moderiert. Unser Fraktionsvorsitzender Henning Höne eröffnete das Kulturfrühstück mit einem herzlichen Grußwort.

Das Kulturfrühstück, das in der wunderschönen Schlossanlage Haus Opherdicke stattfand, eine Location, die auf Anregung meiner geschätzten Kollegin Susi Schneider und des FDP-Landratskandidaten im Kreis Unna, Andreas Wette, ausgewählt wurde, bot eine Plattform für tiefgehende Einblicke und lebhafte Diskussionen über die elementare Bedeutung von Kultur für unsere Gesellschaft und als entscheidender Faktor für die Lebensqualität und Attraktivität von Städten und Gemeinden.

 

Der Veranstaltungsort schlug eine Brücke zum o.g. Thema, das ich zusammen mit folgenden Gästen diskutieren durfte: Tobias Bäcker, Vorstand der Schwerter Bürgerstiftung Rohrmeisterei, Philipp J. Beckmann, Beisitzer im Vorstand der Brauerei Schwelm e. V. und Felix Eller, 1. Sprecher des Kulturrats Unna. 
 
Die Debatte verdeutlichte, dass Kultur weit mehr ist als nur individuelle Freizeitgestaltung „ein Klecks Sahne auf der Torte“; sie ist ein grundlegender Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens, der Demokratiebildung und der wirtschaftlichen Entwicklung.
 
Tobias Becker stellte die Rohrmeisterei als einzigartiges Industriekulturdenkmal und Kulturzentrum vor, das seit 25 Jahren subventionsfrei betrieben wird. Die Bürgerstiftung stellt durch ein starkes unternehmerisches Standbein, insbesondere Gastronomie und Eventbereich, mietfreie Räume für gemeinnützige Kulturinitiativen bereit und ermöglicht so ein vielfältiges Kulturprogramm. Das Modell, unterstützt durch breites bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamtliche, zeigt, wie Selbstfinanzierung zu nachhaltigen Kulturangeboten führen kann, ohne die Kommunen aus ihrer Pflicht zu entbinden, sondern diese sinnvoll zu ergänzen.
 
Philip Beckmann berichtete über die Entwicklung der Brauerei Schwelm, ein bedeutendes Kulturdenkmal mitten in der Innenstadt, das nach Insolvenz und Leerstand von der Stadt erworben wurde. Ein engagierter Bürgerverein hat das Areal langfristig von der Stadt gepachtet und entwickelt es nun mit großem ehrenamtlichem Engagement zu einem niederschwelligen Veranstaltungsort. Beckmann betonte, dass Kultur auch für die Lebensqualität und als Standortfaktor entscheidend sei, um im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen zu können.
 
Felix Eller hob die zentrale Rolle des Kulturrats Unna hervor, der während der Pandemie entstand und die freie Kulturszene mit der Kommunalpolitik vernetzt. Als Erfolgsbeispiele dafür nannte er die „Gemischte Tüte“, ein kostenloses offenes Kulturfest, das lokalen Künstlerinnen und Künstlern Sichtbarkeit und Wertschätzung bietet, sowie den Neujahrsempfang der Kulturszene, der den Austausch zwischen Bürgern, Künstlern und Politik fördert.

 

Ich habe die Bedeutung der „Dritten Orte“ als Häuser der Begegnung und des kulturellen Austausches, insbesondere im ländlichen Raum erläutert. Diese in Nordrhein-Westfalen von Schwarz-Gelb 2019 ins Leben gerufenen Orte umfassen mittlerweile über 50 Standorte und sind entscheidend für die Demokratiebildung, da Kunst und Kultur die Gesellschaft zusammenhalten.
 
Zudem habe ich mich eindringlich für die Verankerung des „Staatsziels Kultur“ im Grundgesetz ausgesprochen. Dies würde Kultur zu einer gesetzlichen Aufgabe machen und nicht nur zu einer freiwilligen Leistung, was eine auskömmliche Finanzierung durch Land und Kommunen sicherstellen würde. Ich habe angemahnt, dass Kürzungen im Kulturbereich zum Wegbrechen von Strukturen führen, die nur schwer bis gar nicht wiederaufgebaut werden können.
 
Im weiteren Diskussionsverlauf wurde zudem die Notwendigkeit betont, bei der Stadtplanung kulturelle Begegnungsorte von Anfang an mitzudenken und leerstehende Gebäude für kulturelle Zwecke zu nutzen.
 
Das positive Beispiel Unnas, wo trotz eines Defizits die Kulturinvestitionen erhöht wurden, zeigt, dass Investitionen in Kultur auch in schwierigen Zeiten möglich und sinnvoll sind. Abschließend wurde bekräftigt, dass der „weiche Faktor Kultur harte Effekte“ hat – er ist ein entscheidender Standortfaktor, fördert Lebensqualität, Identifikation und Integration. 

Kulturfrühstück in Bonn am 23. März 2025

Die Freien Demokraten wollen Deutschland zu einem der stärksten Standorte für Künstliche Intelligenz (KI) in der Welt machen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich auch ein Kulturfrühstück der FDP-Landtagsfraktion NRW diesem überaus spannenden Thema widmet.

Fragen lagen genug auf dem Tisch: Wie wirkt sich KI auf die Menschen, deren Leistungen, aber auch die Kulturinstitutionen aus? Wie verändert sie die kreativen Prozesse in Kunst und Kultur? Welche neuen Wege eröffnet sie den Kulturinstitutionen, und wie müssen wir ihren Einsatz gestalten, damit sie unsere Gesellschaft bereichert?
 
Als Henning Höne das Publikum augenzwinkernd im Silicon Valley begrüßte, machte der Fraktionsvorsitzende auf den Namen des Tagungsraums im Bonner CITYHUB aufmerksam, der perfekt zum Thema KI zu passen schien. An jenem Sonntagmorgen ist zwar nicht die internationale Technologieelite aus Kalifornien in der früheren Bundeshauptstadt zusammengekommen, wohl aber Personen, die Spannendes zur Verknüpfung von KI und Kultur zu berichten hatten.
 
So erläuterte Monika Löber, stellv. Geschäftsführerin der Kompetenzplattform KI.NRW, den Unterschied zwischen generativer KI (bekanntes Beispiel: ChatGPT) und analytischer KI anhand eines praktischen Beispiels: Wenn ein Bäcker mithilfe von KI-basierten Daten den Abverkauf seiner Ware realistischer prognostizieren kann, führt dies am Ende dazu, dass er weniger wegwerfen muss.
 
Dr. Andrea Niehaus, Leiterin des Deutschen Museums Bonn, stellte die aktuelle Ausstellung „Mission KI. erleben.verstehen.mitgestalten“ ihres Hauses vor, bei der neben der Vermittlung von Grundlagenwissen zur KI auch konkrete Anwendungsbeispiele im Fokus stehen. Den Anspruch brachte sie wie folgt auf den Punkt: „Man muss es erstmal verstehen, um es beurteilen zu können."
 
Es sei nie leichter gewesen, zu manipulieren, sich Informationen, aber auch Falschinformationen anzueignen, gab Dr. Daryoush Daniel Vaziri, Forschungsgruppenleiter Entwicklung KI-basierter Systeme an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zu bedenken. Beim Thema Nutzerpflichten erinnerte er an die Anfangszeit des World Wide Webs, als sich ähnliche Fragen wie heute beim Thema KI stellten. Mit Sorge beobachtet er, dass junge Menschen heutzutage Medien und Techniken konsumieren, ohne sie kritisch zu hinterfragen.
 
Vor dem Hintergrund meiner früheren Tätigkeit als Schul- und Bildungsministerin habe ich an die Einführung von Medienscouts an nordrhein-westfälischen Schulen sowie an die Entwicklung der Beratungsplattform ZEBRA zur Förderung der Medienkompetenz erinnert, um zu verdeutlichen, dass die Politik bereits auf die neuen Erfordernisse reagiert hat. Es muss aber noch deutlich mehr geschehen. Dass die auf eine Initiative der FDP zurückgehende Enquetekommission zur Künstlichen Intelligenz ihre Arbeit im Landtag NRW aufgenommen hat, ist ein wichtiges Signal. Als kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion erhoffe ich mir eine angemessene Berücksichtigung kulturrelevanter Aspekte.   
 
Das Kulturfrühstück hat gezeigt, dass KI unsere Gesellschaft vor völlig neue Herausforderungen stellt. Umso wichtiger ist es deshalb, dass man über ihre Chancen und Herausforderungen Bescheid weiß und die Sensibilisierung für den richtigen Umgang mit KI vorrangig in der Schule stattfindet. Ich danke allen Gästen für ihre spannenden Einwürfe und dem aufmerksamen Publikum für die Bereicherung der Diskussion durch die zahlreichen Wortbeiträge. 

Vernissage „Optimistisch, frisch und modern – 
Die Farben des Liberalismus“ am 11. März 2025

Am 11. März fand die Eröffnung der Ausstellung „Optimistisch, frisch und modern – Die Farben des Liberalismus“ statt. Yvonne Gebauer begrüßte als kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion die Vorsitzende des Ratinger Kunstvereins, Elfi Lütcke, und zahlreiche Gäste vor dem Fraktionssaal der FDP im Landtag NRW. Unter ihnen befanden sich weitere Künstlerinnen und Künstler der ausgestellten Werke.
 
Farbenfroh wird man begrüßt, wenn man dieser Tage den FDP-Fraktionssaal ansteuert. Es fällt schnell auf, dass die ausgestellten Werke des Ratinger Kunstvereins u.a. die Farben enthalten, die man mit den Freien Demokraten verbindet: Gelb, Cyan und Magenta.
 
Elfi Lütcke gab den Anwesenden einen Einblick in das kreative Schaffen des 1979 gegründeten Ratinger Kunstvereins. Sie unterstrich, dass sich die rund 60 Künstlerinnen und Künstler in Beruf, Alter und Geschlecht unterscheiden und damit zwangsläufig verschiedene Motive und Techniken zusammenkommen. Man treffe sich monatlich mindestens einmal und stelle vier bis sechs Ausstellungen im Jahr auf die Beine.
 
 Wie die FDP in den 1970er Jahren zu den Farben Blau und Gelb gekommen ist und welche Herausforderungen mit dem Jahrzehnte später erfolgten Design-Refresh nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag 2013 verbunden waren, skizzierte Yvonne Gebauer anhand einer bildreichen Präsentation. Es wurde deutlich, dass mit den neuen Farben eine verbesserte Sichtbarkeit einherging, die sich insbesondere in den Sozialen Medien auswirkte.
 
 Mit Blick auf den aus liberaler Sicht enttäuschenden Ausgang der Bundestagswahl 2025 resümierte Gebauer augenzwinkernd: „Eines kann man heute Abend sagen: An den Farben hat es nicht gelegen!“

 

Die Exponate können noch bis zum 29. April 2025 im Landtag besichtigt werden. Bei Interesse genügt eine E-Mail an [email protected].     

 

Vernissage Friedrich Wilhelm Mundinger am 12. November 2024

Die Vernissage der FDP-Landtagsfraktion NRW zeigt farbenfrohe Aquarelle von Friedrich Wilhelm Mundinger, einem liberalen Abgeordneten der ersten Stunde. Zur historischen Einordnung hat uns der Leiter des Archivs des Liberalismus, Prof. Dr. Ewald Grothe, mit auf eine kleine Zeitreise genommen und dabei die demokratische Umbruchphase nach Ende des Zweiten Weltkriegs beleuchtet. Er veranschaulichte mit umfangreichem Bildmaterial, dass Liberale von Beginn an am Aufbau der Demokratie in Nordrhein-Westfalen beteiligt waren. Einer davon war der Maler Friedrich Wilhelm Mundinger, dessen Enkel Dieter Günther Baumhoff uns in die Biografie seines 1965 verstorbenen Großvaters einführte. Ich danke beiden Vortragenden für die spannenden Impulse und allen Anwesenden für ihr Interesse.
 
 Obwohl der Landtag NRW seit langem als beliebter Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst gilt, hat die Tatsache, dass hier Werke eines Künstlers präsentiert werden, der dem Hohen Haus einst selbst angehört hatte, eine besondere Bewandtnis. Die Werke Mundingers können noch bis zum 17. Dezember im Landtag besichtigt werden. Bei Interesse genügt eine E-Mail an [email protected].

Kulturfrühstück in Siegen am 29. September 2024

Obwohl die Kleinkunst in der Öffentlichkeit meist im Schatten der omnipräsenten Superstars wie Taylor Swift oder Adele steht, ist sie eine wichtige Kulturvermittlerin. Unter diesem Credo stand das Kulturfrühstück der FDP-Landtagsfraktion NRW in Siegen. Im Kulturhaus Lyz haben wir u.a. über den sozialen Aspekt von Kultur diskutiert und dabei selbstkritisch reflektiert, dass sich das Besucherverhalten im Laufe der Zeit, und sicherlich verstärkt durch die Corona-Pandemie, verändert hat. Umso wichtiger ist es, dass wir den Wert der Kultur erkennen und sie nicht nur als Freizeitvergnügen verstehen.

Für uns Freie Demokraten ist Bürokratieabbau in allen Bereichen wichtig. Wenn wir die Kultur mit Förderprogrammen unterstützen, so darf deren Beantragung nicht zu neuen Problemen führen. Nicht nur, um schon in frühen Jahren für Kunst und Kultur zu begeistern, sondern auch, um den Künstlernachwuchs und das Publikum von morgen schon heute zu akquirieren, brauchen wir unsere Schulen. Schließlich sind sie der zentrale Ort, an dem Kinder und Jugendliche mit Kultur in Berührung kommen. Jeder Ansatz, hier zu unterstützen, ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Die demokratischen Fraktionen im Landtag NRW sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben sich bei der kulturellen Bildung auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Als erstes Ergebnis ist dabei folgende Initiative hervorgegangen: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD18-9455.pdf

Gerade in schwierigen Zeiten ist Kultur etwas Identitätsstiftendes, weil sie Menschen zusammenbringt und ihnen hilft, die Alltagssorgen für ein paar Stunden zu vergessen. Dafür braucht es nicht immer große Hallen oder Stadien; Kultur bereitet auch im kleinen Rahmen große Freude. Nicht zuletzt deshalb, weil der Kleinkünstler sein Publikum oftmals per Handschlag begrüßen könnte.

Ich danke Moderator Dr. Michael Köhler, meiner Kollegin Angela Freimuth und allen Podiumsgästen: Wolfgang Suttner, Vorsitzender vom Förderclub für Kleinkunst und Varieté und Sprecher des Deutschen Kunstrats, Jens von Heyden, Leiter des Kultur!Büros im Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Kabarettisten Guido Müller. 

Kulturfrühstück in Gelsenkirchen am 30. Juni 2024

Der Ball lag auf dem Elfmeterpunkt und musste nur noch verwandelt werden. Wenn die FDP-Landtagsfraktion während eines Großereignisses wie der Europameisterschaft in Deutschland ein Kulturfrühstück veranstaltet, bietet es sich an, dieses auch inhaltlich daran anzulehnen. Gesagt, getan: Nur wenige Stunden nach dem Viertelfinal-Einzug der deutschen Mannschaft versammelten sich Kulturinteressierte, Fußballbegeisterte sowie Menschen, die beide Leidenschaften teilen, in der Gelsenkirchener Lüfterhalle, um sich über den Zusammenhang zwischen Fußball, Kultur und Wirtschaft auszutauschen.

Wir haben erfahren, wie positiv das vielseitige Kulturprogramm rund um die Fußball-Europameisterschaft in den Ausrichterstädten und darüber hinaus angenommen wird. Im Kern steht der Gedanke: Fußball und Kultur schaffen Begegnungen. Und überall dort, wo sich Menschen begegnen und austauschen, entstehen Verbindungen, die über das Turnier hinauswirken können.

Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass sogar negative Kommentare ausländischer Besucher über die Schönheit einzelner Städte oder Bahnhöfe dazu beitragen können, die Neugierde auf ebendiese zu steigern, dann versteht man, welche Sogwirkung von solch einem Sportgroßereignis auch für die regionale Wirtschaft ausgeht.

Man muss nicht alles toll finden, was rund um die EURO 2024 passiert. Wenn man aber die begeisterten und fast ausnahmslos friedlich feiernden Menschenmassen sieht, die singend durch unsere Straßen ziehen, dann sind diese Bilder mindestens so einprägsam wie die sportlichen Leistungen, die in den Fußballstadien erbracht werden. Ich freue mich sehr, dass Fußball und Kultur in diesen Wochen Hand in Hand gehen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und den Menschen in diesen schwierigen Zeiten etwas Unbeschwertheit und Zuversicht zurückgeben.

Mein Dank gilt neben Moderator Dr. Michael Köhler der Leiterin des Referats Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen, Dr. Uta Willim, dem Geschäftsführer Stiftung Fußball & Kultur EURO 2024, Bernhard Gutowski, und dem „Eurofighter“ Ingo Anderbrügge, UEFA-Cup-Sieger 1997 und Gründer der Fußballfabrik.

Vernissage zur queeren Szene am 7. Mai 2024

Die Vernissage „Früher ist wie heute, nur anders.“ des Kölner Künstlers Jannes Heidemann führte das Publikum in die Lebenswelt der LGBTQI+-Community ein, deren sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten von heterosexuellen und zweigeschlechtlichen Normen abweichen. Auch heute noch erfahren Menschen der Community Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt. Vor diesem Hintergrund schilderte Heidemann eindrücklich seine persönlichen Erfahrungen wie auch die seines Freundeskreises und machte sie zum Gegenstand seiner Kunst.

 
Ihren Ursprung nahm die Ausstellungsinitiative in der Sammlung von feindseligen und obszönen Textnachrichten aus dem persönlichen Umfeld des Künstlers. Er porträtierte sie anonymisiert und ungeschminkt auf eine großflächige Plane, die auch im Landtag zu sehen war. Damit war der Rahmen gesetzt für eine Ausstellung, die sehr bewegte.

Das Bekenntnis zum selbst bestimmten Leben ist elementarer Bestandteil des liberalen Freiheitsverständnisses. Der deutsch-schweizerische Maler Paul Klee sagte einmal: „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar.“ Die Werke Heidemanns passen sehr gut zu diesem Gedanken. Mit dem Verweis auf die sich gegenwärtig häufenden Angriffe auf Politikerinnen und Politiker habe ich die Gefahr von diskriminierender Stimmungsmache gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen angemahnt.
 

Meine Landtagskollegin Franziska Müller-Rech zeigte sich als  

Sprecherin für Gleichstellung und Queerpolitik erfreut darüber, dass die Vernissage mit dem ersten queeren Empfang der FDP-Landtagsfraktion NRW verbunden wurde. Es sei wichtig und ermutigend, dass sich in Nordrhein-Westfalen neben den großen und bekannten CSDs wie etwa in Köln vielerorts auch kleinere Formate etabliert hätten. Man wolle den Kontakt zur queeren Szene verstetigen und ausbauen und gemeinsam gegen Ausgrenzung und Gewalt ankämpfen.


Der Europaabgeordnete und Bundesvorsitzende von LiSL - Liberale Schwule, Lesben, Bi, Trans und Queer e.V., Michael Kauch, rundete den politischen Part der Veranstaltung mit einem Impuls ab, der sowohl europapolitische Entwicklungen als auch biografische Einblicke beinhaltete. Obwohl der bei der Europawahl am 9. Juni drohende Rechtsrutsch für die Queer-Bewegung durchaus problematisch sei, rief er die Unterstützerinnen und Unterstützer von Vielfalt und Toleranz zur Stärke auf.


Der Abend klang bei geselligem Beisammensein im Landtag aus. Immer wieder suchten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher dabei das Gespräch mit dem Künstler, der mit seiner Kunst, aber auch der Art, darüber zu sprechen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.   

  

Salongespräch zu Antisemitismus am 16. April 2024

Mit dem Salongespräch zu Antisemitismus im Kulturbereich hat die FDP-Landtagsfraktion NRW ein neues Veranstaltungsformat erfolgreich umgesetzt. Es war gut und richtig, diesem brandaktuellen Thema den entsprechenden Rahmen zu geben – an dieser Stelle gilt mein Dank der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Das hochkarätig besetzte Podium beleuchtete das Thema aus verschiedenen Perspektiven, diskutierte Handlungsstrategien und bereicherte die Veranstaltung mit persönlichen Einblicken und interessanten Impulsen.

Es ist wichtig, antisemitische Propaganda nicht hinzunehmen, sondern sie öffentlich zu machen und insbesondere junge Menschen darüber aufzuklären.

Mein Dank gilt Jörg Rensmann von Rias NRW, Lars Henrik Gass von den Oberhausener Kurzfilmtagen, Dr. Lea Wohl von Haselberg von der Babelsberger Filmuniversität, Kay Heymer vom Museum Küppersmühle, dem Musiker Ben Salomo, dem Publizisten Tobias Korenke, Stella Leder vom Institut Neue Soziale Plastik, der Rechtsanwältin Dr. Kati Lang, dem Kunstwissenschaftler Professor Dr. Jörg Scheller vom , Lorenz Deutsch vom Kulturrat NRW und Christoph Giesa, der uns als Moderator wunderbar durch den Abend führte. 

Kulturfrühstück in Köln am 29. Oktober 2023

Beim Kulturfrühstück der FDP-Landtagsfraktion NRW im Consilium in Köln diskutierten rund 90 Gäste mit einem hochkarätig besetzten Podium über die Grenzen der Kunstfreiheit. Wie weit darf Kunstfreiheit gehen und inwieweit sind antisemitische Abbildungen wie bei der documenta fifteen davon gedeckt? 

Darüber habe ich mit der NRW-Antisemitismusbeauftragten, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, dem Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden, Abraham Lehrer, der Sprecherin des jüdischen Vereins WerteInitiative e. V., Anna Staroselski, und dem Vorsitzenden der Liberalen Freunde Israels, Lorenz Deutsch, diskutiert.

Vor dem Hintergrund des Angriffs der Hamas auf Israel und des offenen Hasses gegenüber Jüdinnen und Juden, der auf deutsche Straßen getragen wird, verlagerte sich die Diskussion von antisemitischen Darstellungen im Kunst- und Kulturbetrieb bald hin zur Situation in Nahost sowie der Grenzen von Meinungsfreiheit. 

Judenhass darf niemals wieder salonfähig werden, so die Forderung der Anwesenden. Darauf sollten alle staatlichen Maßnahmen abzielen. Genauso muss sich mit modernen Formen des Antisemitismus auseinander gesetzt werden. Lehrkräfte sollen sich verpflichtend mit Antisemitismus befassen, ebenso wie Staatsanwaltschaften für die verschiedenen Codes des modernen Antisemitismus sensibilisiert werden müssen. Darüber hinaus sollten im Kunst- und Kulturbetrieb nicht nur Konzepte für mehr Diversität gefördert werden, sondern auch solche, welche z. B. die Antisemitismus-Definition der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) übernehmen.


Die Verbreitung antisemitischer Stereotype ist auch Folge von Unwissenheit über das Judentum. So muss im Laufe der Schullaufbahn der Besuch einer Holocaust-Gedenkstätte für Schülerinnen und Schüler Standard sein. Die Zivilgesellschaft ist gefordert, Wissen weiterzutragen. Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und wird die Zukunft gestalten können. Deshalb sollte jede Schülerin und jeder Schüler in Nordrhein-Westfalen am Ende der Schullaufbahn einmal an einer Gedenkstättenfahrt teilgenommen haben. 


Kinderrechte und Recht auf Unterricht ?! am 26. September 2023

In dieser Woche durfte ich die Veranstaltung „Kinderrechte und Recht auf Unterricht?!“ moderieren. Die Veranstaltung hat verdeutlicht, dass wir uns weiter kontinuierlich mit Kinderrechten auseinandersetzen, über diese aufklären und unsere Kinder viel mehr in die Entscheidungen über ihre Belange mit einbeziehen müssen. 

Ausstellung Kinderrechte am 12. September 2023


Der Aachener Künstler Detlef Kellermann stellte im Landtag seine Ausstellung "Kindeswohl" vor. 

Jahresbilanztour in Köln am 5. September 2023


Gute Politik muss auch gut erklärt werden – deshalb veranstaltet die FDP-Landtagfraktion die Jahresbilanztour, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. In dieser Woche hat sie in meiner Heimatstadt Station gemacht. 

Kulturfrühstück in Aachen am 13. August 2023

Kultur verbindet und kennt keine Grenzen – diese Botschaft durften die Besucherinnen und Besucher unseres Kulturfrühstücks in Aachen mit nach Hause nehmen. Im Gespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern aus der grenzüberschreitenden Kulturlandschaft wurde noch einmal deutlich, wie wichtig neben der Sprache auch die Bereitschaft zu interkulturellen Begegnungen ist – für die Kulturschaffenden wie für das Publikum.

Kulturfrühstück in Dortmund am 7. Mai 2023


Am 07.05. 2023 hat die FDP-Landtagsfraktion NRW zum traditionellen Kulturfrühstück nach Dortmund geladen. Viele sind gekommen, um sich über das Wirken und die Bedeutung des NRW Juniorballetts für den Kulturstandort Nordrhein-Westfalen zu informieren.

Ausstellungseröffnung "Frauen 50+/Das Alter als Privileg sehen" 
am 28. März 2023

Großer Andrang bei der Aufstellungseröffnung „Frauen 50+/ das Alter als Privileg sehen“.
Die Essener Fotografin Sibylle Stengel-Klemmer zeigt in ihrer Portraitreihe wie Frauen mit Würde und Stolz altern.